Nicht mein Plan, aber mein Weg: Inklusion ist meine Geschichte. Im Leben, im Job und hier im Blog.

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Inklusion ist meine Geschichte: Eine Insel in Berlin
Man hatte Angst vor der Pest. Also baute man außerhalb der Stadtmauern ein Haus für die Kranken. Für die, die man versorgen musste, aber lieber nicht zu nah bei sich haben wollte. 1727 lag die Charité noch vor weit den Toren Berlins. Ich stelle mir vor, wie damals die Wagen...
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Inklusion ist meine Geschichte: Wie ich über Nacht reich wurde
Ich habe es zu Reichtum gebracht. Nicht mit Aktien oder einem großen Erbe – ich habe auch nicht im Lotto gewonnen. Morgens stehe ich vor dem Bundespresseamt und schaue über das graue Wasser der Spree. Auf der anderen Seite steht die Charité. Dort bin ich nach einem Schla...
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Inklusion ist meine Geschichte: Ich vermisse mich.
Manchmal denke ich noch an dich: 29 Jahre alt, frischgebackener Anwalt, das 2. Staatsexamen in der Tasche. Du hast Berlin geliebt und das Treiben in der Stadt eingesaugt wie billigen Kneipenrauch. Die Straßen mit den hohen Häusern waren wie eine Filmkulisse. Deine Schritte war...
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Inklusion ist meine Geschichte: Der Mann auf dem Cover
„Das musst du lesen“, sagte mein Bekannter und zwinkerte mir aufmunternd zu. „Der Mann auf dem Cover konnte später sogar wieder joggen.“ Die Leute legten mir Bücher auf den Nachttisch in der Rehaklinik, als ob es Rettungsboote wären: Biografien von anderen Schlaganfall-Betroff...
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Inklusion ist meine Geschichte: Ich habe Schlagseite
Ich schwanke. Nicht nur im übertragenen Sinne, weil wir in bewegten Zeiten leben. Ich meine das ganz anatomisch. Mein Körper sucht permanent das Gleichgewicht. Beim Gehen, bei jedem Schritt. Das ist mein Alltag mit meiner Gehbehinderung. Wenn man sich plötzlich mit einer Asymme...
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Inklusion ist meine Geschichte: Das bin ich einfach nicht
"Behindertsein ist kein Verdienst.“ Das schrieb mir kürzlich eine Leserin, als trüge ich meine Einschränkung wie einen Orden auf der Brust. Ihre Feststellung möchte ich nicht bestreiten - und dennoch greift sie zu kurz. Ich erinnere mich an eine Reise durch die USA: In der ...
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Inklusion ist meine Geschichte: Die Hälfte von mir
Nach meinem Schlaganfall fühlte ich mich wie ein halber Mensch. Nicht metaphorisch, sondern real: Meine linke Körperhälfte war plötzlich weg. Taub. Still. Ich lag im Klinikbett. Ich konnte sehen, denken und hören. Und doch fehlte etwas Entscheidendes: Der alte Olaf....
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Inklusion ist meine Geschichte: Wie ein 14-Jähriger mich rettete
Ich erinnere mich nicht an einen Schlag. Eher an ein langsames Wegkippen der Wirklichkeit. Worte, die mir nicht mehr über die Lippen kommen. Ein Körper, der den Dienst quittiert. Und doch beginnt meine Geschichte nicht hier. Sie beginnt lange vorher mit einem 14-jährigen Ju...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Chicken or beef?
Der Steward schiebt seinen Wagen mit einer beiläufigen Routine durch den engen Gang. Noch drei Reihen. „Chicken or beef?“ Ich hoffe, es reicht noch für mich. Der Flug war verspätet und ich habe lange nichts gegessen. Ich ertappe mich dabei, wie ich auf die Thermoboxen s...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Während ich...
Während ich am Kontoauszugsdrucker stand und sah, wie die Beträge auf meinem Konto immer kleiner wurden. Während ich daran dachte, dass mein Arbeitslosengeld bald auslaufen würde. Während ich nicht wusste, wie es weitergehen sollte. …währenddessen sprach da draußen jemand über...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Rausgekickt!
Niemand sieht mich. Alle laufen vorbei. Und automatisch denken sie: „Wenn er immer noch da liegt, muss mit dem Ball etwas nicht stimmen.“ Nach meinem Schlaganfall als junger Mann fühlte ich mich so: wie ein verschossener Fußball, der im Aus liegt. Das Spiel schien für mich ...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Es geht kein Weg zurück
Die meisten Menschen bereuen, dass sie die Zeiger der Uhr nicht zurückdrehen können. Ich kenne das: Denn von einem Tag auf den anderen bin ich vollständig gelähmt. Es ist das Jahr 2003. Die Band „Wolfsheim“ landet gerade einen Hit mit ihrem Song „Kein zurück“. In jenen W...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Wenn die Rolltreppe rückwärts rollt
Vor einiger Zeit am Berliner Hauptbahnhof. Eine Rolltreppe entscheidet sich, dem Zeitgeist zu widersprechen. Sie rast rückwärts. 42 von 54 Treppen sind nun außer Betrieb, sicherheitshalber. Am Montag dann: Streik. Alle Berliner U-Bahnen stehen still. Die Hauptstadt, sonst Mei...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Ausbruch auf dem Vesuv
Ich stehe am Kraterrand vom Vesuv. Die Erde hier oben ist kein fester Boden. Sie ist ein Prozess - unberechenbar, dampfend, lebendig. Mit meiner Gehbehinderung bin ich der Letzte aus der Reisegruppe. Der Weg zieht sich in breiten Serpentinen hinauf. Von unten sah er viel kürze...
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Alternativbild: Inklusion ist meine Geschichte: Achtung, Schleichwerbung!
Ich falle auf. Nicht, weil ich laut bin. Nicht, weil ich mich in den Vordergrund dränge. Sondern weil ich langsamer laufe. Ich schleiche. Mit einer Gehbehinderung wird man in einer schnellen, hektischen Welt automatisch sichtbar - ob am Bahnhof oder in meinem beruflichen Al...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Die gute und die böse Treppe
Seit ich meine Gehbehinderung habe, sehe ich viele Dinge anders als früher. Zum Beispiel Treppen. Auf einer Party treffe ich kürzlich einen alten Schulfreund wieder. Wir haben uns seit Jahren nicht gesehen. Er ist Architekt geworden. Erfolgreich, wie es scheint. Seine schlanke...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Zweite Wahl oder zweites Date?
Ich komme zu spät zu unserem ersten Date. Das ist schlecht. Weil sie meine Behinderung jetzt schon gesehen hat. Das Nachziehen des linken Beins, dieses Stocken meines Gangs, das sofort auffällt. Am Telefon hatte ich es vorher fast erwähnt. Aber nur fast. Sie sitzt am Fenste...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Mir folgt ein Taxi
Neulich bekomme ich auf LinkedIn eine Benachrichtigung: „Taxi Khaled folgt Ihnen.“ Ich bleibe kurz daran hängen und lächle. „Willkommen, Kollege“, denke ich. Mein Jurastudium fand nicht nur in Hörsälen statt, sondern auch auf den nächtlichen Straßen von Göttingen. Ein Rh...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Wie ich meinen Chef rettete
„Kommen Sie bitte mit, Herr Herrmann.“ Ich zögerte. Mein Chef sah auf die Uhr. „Bin ich bei diesem Termin mit Ihrem Vorgesetzten irgendwie involviert?“, fragte ich. Draußen fiel unaufhörlich Schnee. Die Welt wirkte wie ausgeblendet, weiß, gedämpft. „Es reicht, wenn Sie einfach...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Vorsicht Blindgänger
Man behandelt mich oft wie einen fehlgezündeten Silvesterböller. Ein falsches Wort - und ich könnte explodieren. Also geht man lieber außen herum. Der Grund ist meine sichtbare Gehbehinderung, gepaart mit dem nachvollziehbaren Wunsch vieler Mitmenschen, immer politisch korr...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Mein Umweg nach Hause
Millionen von Menschen sind an Weihnachten unterwegs, alle gleichzeitig, aus allen Richtungen. Mit Stau auf den Autobahnen, Umleitungen, verpassten Anschlüssen und verspäteten Zügen. Und doch verbindet sie etwas. Aus den Autoradios, aus Kopfhörern und dem inneren Ohr verschied...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Der kann nicht mehr
„Mikki, wir tragen ihn runter, der kann nicht mehr!“ Dieser Satz hallt früh morgens durch das Treppenhaus des Berliner Altbaus. Ich höre, wie der Sanitäter seinen Kollegen ruft, während schwere Schuhe sich Stufe um Stufe nach oben arbeiten, bis in den vierten Stock. Ein Haus, das...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Warten auf Schnee von gestern
Jemand hat mir angesichts der aktuellen Weltenlage geraten, doch immer nur die Zeitung von gestern zu lesen. Aber das kann ich nicht, ich arbeite im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung. Meine Aufgabe ist es, die Öffentlichkeit und die Medien über die Arbeit der Bun...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Inklusion auf die Straße bringen
Es gibt Geschichten, die ziehen nicht einfach vorbei - sie bleiben stehen wie ein Truck im Weihnachtsstau. So fühlte es sich an, als mir Lars Süwolto schrieb, Betriebsratsvorsitzender und Schwerbehindertenvertreter bei REWE. Bis vor wenigen Jahren saß er dort noch als Kraft...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Meine Antwort auf den blöden Spruch
Letzte Woche im Supermarkt. Ich soll nichts mitbringen, was nicht auf dem Zettel steht. Und doch nehme ich etwas Zusätzliches mit nach Hause: Einen blöden Spruch. Ich packe meine Einkäufe aufs Kassenband: Tomatensaucengläser, Milch, Joghurts - alles mit rechts. Meine linke ...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Wetten, ...dass?
Thomas Gottschalk stand da, lässig wie immer, das Mikro in der Hand: „Sind Sie sich sicher, dass Sie das schaffen?“ Die Halle war elektrisiert, bevor die Wette überhaupt begann. Ein Mann kündigte an, er könne mit verbundenen Augen die Automodelle am Geräusch der zuschlagenden ...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Frida Kahlo und das unterschätzte Asset
Der Kunstmarkt in New York bebte: Die Bieter lieferten sich einen Wettkampf um Frida Kahlos Selbstporträt „El sueño (La cama)“ - ein Bild, auf dem sie im Bett liegend zu sehen ist. Am Ende fiel der Hammer bei 54,7 Millionen Dollar. Atemberaubend. Noch nie wurde ein Werk einer ...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Darf ich das wirklich senden?
Ich hatte einen Text geschrieben, jede Formulierung abgewogen, jedes Komma geprüft. Und doch nagte die Unsicherheit an mir. Sollte ich ihn nur intern ins Referat, oder an den kleinen, vielleicht gar großen Verteiler senden? Ein falsches Wort vermag öffentliche Debatten zu entf...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Warten auf den Kuss
Bei meiner Hochzeit hatte der Fotograf Filmverbot. Nicht, weil wir eine geheime Zeremonie wollten, sondern weil mein linkes Bein nach dem Schlaganfall nicht mehr so will, wie ich. Ich humpele. Vom Hochzeitstanz gibt es deshalb keine bewegten Bilder - nur Standbilder. Eingefan...
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Alternativbild Inklusion ist meine Geschichte: Was ich damals gebraucht hätte
Mit 29 Jahren fühlte ich mich wie ein Frührentner. Vormittags saß ich zuhause in Jogginghose am Küchentisch und trank Kaffee aus einem Becher, den ich dreimal fallen ließ. Ich fragte mich: „Werde ich jemals wieder in einem Büro sitzen?“ Der Schlaganfall hatte mir nicht nur ...
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