04 Arbeitswelt & Führen

Warum wir eine Schanze brauchen

Artikelbild Warum wir eine Schanze brauchen

Warum wir eine Schanze brauchen

Dieser Satz geht mir nicht mehr aus dem Kopf:

„Lassen Sie weiterhin zu, dass Hürden und Barrieren zum Entdecken neuer Wege führen dürfen und so aus Hindernissen Sprungschanzen werden können“, schrieb mir kürzlich ein Leser.

Ja – Hindernisse gibt es viele.

Räumliche,
zwischenmenschliche, organisatorische.

Was für andere selbstverständlich ist – wie zum Beispiel der Weg ins Büro – ist für viele Menschen mit Behinderung ein Kraftakt.

Und trotzdem gehen sie ihn.

Was oft übersehen wird:

Inklusion im Arbeitsmarkt beginnt mit Anerkennung. Nicht nur für das, was Menschen mit einer Behinderung leisten, sondern auch für das, was sie täglich überwinden, um leisten zu können.

In Personal- und Bewerbungsgesprächen in meinem beruflichen Umfeld ermuntere ich deshalb zu einer Haltung der Offenheit.

Und einer einfachen, aber entscheidenden Frage:

→ „Wie können wir dich unterstützen, damit du deine volle Leistung erbringen kannst?“

Ich wünsche mir, dass die Tische, an denen diese Gespräche geführt werden, nicht zu Hindernissen werden. Sondern zu Sprungschanzen.

Und zwar solche, wie auf der Vierschanzentournee:

Bühnen für Mut und das Vertrauen, dass der Sprung klappt.

Vielleicht weht oben auf der Rampe ein kalter Wind.

Manchmal kommt eine Böe von der Seite.

Der erste Reflex lautet vielleicht: „Nein“.

Aber dann:

Ein kraftvoller Absprung – getragen von der gemeinsamen Überzeugung, dass Inklusion im Unternehmen gelingen kann.

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