Während ich…
Während ich...
Während ich am Kontoauszugsdrucker stand und sah, wie die Beträge auf meinem Konto immer kleiner wurden. Während ich daran dachte, dass mein Arbeitslosengeld bald auslaufen würde. Während ich nicht wusste, wie es weitergehen sollte.
…währenddessen sprach da draußen jemand über mich – und erzählte davon, mich einstellen zu wollen.
Ich hatte die Suche damals schon fast aufgegeben. Nach meinem Schlaganfall mit 29 war nicht nur meine Gesundheit weg, sondern auch mein Job. Ich hatte das Gefühl, nicht mehr genug bieten zu können.
Und dann kam dieser Anruf.
Die Zusage.
Ein Moment, der alles für mich verändert hat.
Heute, viele Jahre später, höre ich als Vertrauensperson für schwerbehinderte Menschen immer wieder diesen Satz von Unternehmen und HR-Leitungen:
„Wir wollen ja Menschen mit Behinderung einstellen – aber bei uns bewirbt sich kaum jemand.“
Gleichzeitig sind in Deutschland laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit rund 166.000 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.
Das Hindernis ist meist kein Mangel an Motivation.
Sondern Unsicherheit, Zweifel, Unsichtbarkeit.
Viele qualifizierte Menschen stehen genau da, wo ich damals stand: Sie blicken auf ihre Situation und ihren Kontostand und denken sich: „Ich würde lieber gestern als morgen anfangen.“
Und während sie überlegen, ob sie aufgeben sollen…erzählen viele Unternehmen davon, genau solche Menschen zu suchen.
Ich weiß heute: Die Suche ist keine Einbahnstraße.
Zusagen warten ungeduldig darauf, ausgesprochen zu werden.