Inklusion auf die Straße bringen
Inklusion auf die Straße bringen
Es gibt Geschichten, die ziehen nicht einfach vorbei – sie bleiben stehen wie ein Truck im Weihnachtsstau.
So fühlte es sich an, als mir Lars Süwolto schrieb, Betriebsratsvorsitzender und Schwerbehindertenvertreter bei REWE.
Bis vor wenigen Jahren saß er dort noch als Kraftfahrer hinter dem Lenkrad. Einer, der tonnenweise Lebensmittel durchs Land gefahren hat – oft stundenlang im stockenden Verkehr. Einer, der genau weiß, wie es sich anfühlt, wenn plötzlich nichts mehr vorangeht.
Und heute?
Heute hilft er dabei, etwas in Bewegung zu bringen, das viel zu oft feststeckt: Inklusion im Arbeitsleben.
Herr Süwolto hat daran mitgewirkt, ein ganz besonderes Projekt zu starten: die erste Inklusionsabteilung im Bereich der REWE Dortmund Frischelogistik. Dort arbeiten Menschen mit Behinderung Seite an Seite mit ihren Kolleginnen und Kollegen – in einem regulären Arbeitsbereich, unterstützt von der Agentur für Arbeit und den Landschaftsverbänden.
Ein Satz von Herrn Süwolto ging mir sofort unter die Haut:
„Um Inklusion umzusetzen, braucht es eigentlich gar nicht so viel – nur Menschen, die es wollen, und Betriebe, die es ermöglichen.“
Ein Mensch, der früher Paletten bewegt hat, bewegt heute etwas, das noch schwerer wiegt: die Frage, ob Menschen mit Behinderung einen Platz in unserer Arbeitswelt finden.
Einer, der selbst Chancen bekommen hat – wie er von sich sagt – gibt sie jetzt weiter.
Inklusion braucht nicht zwingend Riesenbudgets oder große Programme. Sie braucht vor allem Menschen, die hinschauen, handeln und anderen etwas zutrauen.
Das Beispiel der Inklusionsabteilung bei REWE Dortmund zeigt:
So bringt man Inklusion auf die Straße.
REWE liefert – nicht nur Lebensmittel.