02 Gesellschaft & Haltung

Wie ich über Nacht reich wurde

Inklusion ist meine Geschichte: Wie ich über Nacht reich wurde

Wie ich über Nacht reich wurde

Ich habe es zu Reichtum gebracht. Nicht mit Aktien oder einem großen Erbe – ich habe auch nicht im Lotto gewonnen.

Morgens stehe ich vor dem Bundespresseamt und schaue über das graue Wasser der Spree.

Auf der anderen Seite steht die Charité.

Dort bin ich nach einem Schlaganfall aufgewacht. 29 Jahre alt. Von einem Tag auf den anderen schwerbehindert.

In meinen dunkelsten Stunden waren sie da.
Meine Träume.

Ich dachte an alles, was ich noch vorgehabt hatte:

Die Pläne für meine Zukunft. Die Länder, die ich bereisen, und die Städte, die ich noch sehen wollte. Und dort, am Fußende, zeichnete sich die Silhouette der Frau ab, die ich eines Tages heiraten würde.

Die Träume blieben. Auch, als die Besuchszeit längst vorbei war.

Von meinem heutigen Büro bis zu diesem Zimmer in der Stroke Unit sind es kaum 150 Meter Luftlinie.

Dieses Klinikbett ist der reichste Ort, an dem ich je gewesen bin.

Brüche im Leben werden oft mit Schwäche verwechselt.

Ein Irrtum.

Der größte Reichtum liegt nicht in dem, was wir besitzen. Sondern in dem, was wir uns selbst noch zutrauen.

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