Inklusion ist wie ein Fischmarkt-Deal
Inklusion ist wie ein Fischmarkt-Deal
Ladies and Gentlemen, aufgepasst! Heute dreh ich komplett durch…
Ihr bekommt nicht nur ein Kilo saftige Orangen, nicht zwei, sondern drei!
Dazu noch knackige Äpfel, süße Trauben und – haltet euch fest – eine ganze Melone! Und weil ich wohl völlig den Verstand verloren habe: Eine Ananas obendrauf! Ich muss verrückt sein! Das alles nur für 10 Euro!
Die Menschen freuen sich und greifen zu.
Der Marktschreier auf dem Hamburger Fischmarkt gibt mehr, als er müsste. Einfach so. Ohne zu zögern und ohne kleinlich zu rechnen.
Weil er eine tiefere Wahrheit verstanden hat:
→ Wer viel gibt, bekommt am Ende mehr zurück.
Nicht nur Materielles, sondern auch gute menschliche Verbindungen.
Aber:
Was hat das mit Inklusion zu tun?
Inklusion heißt, mehr zu geben als nur das Nötigste.
Als Schwerbehindertenvertreter habe ich in meinem beruflichen Umfeld die gute Erfahrung gemacht, dass Großzügigkeit uns wirklich voranbringt.
Wer als Arbeitgeber nur das gesetzlich Vorgeschriebene tut, erfüllt seine Pflicht. Aber wer freiwillig etwas mehr gibt – sei es durch flexible Arbeitszeitgestaltung, technische Hilfsmittel oder einfach Verständnis für besondere Situationen – schafft ein wirklich inklusives Umfeld.
Genau das ist der entscheidende Gewinn für alle.
Das ist die „Ananas obendrauf“.🍍
Vielleicht werden wir für verrückt gehalten, wenn wir uns von dieser Art Großzügigkeit eine Scheibe abschneiden. Vielleicht sind wir aber auch verrückt, wenn wir es nicht tun. Wer nur das Nötigste gibt, verkalkuliert sich womöglich.
Das weiß sogar der Marktschreier vom Hamburger Fischmarkt.