Glück kann unkompliziert sein wie Elise
Glück kann unkompliziert sein wie Elise
„Tragt aber nicht das Klavier!“ sagte meine Mutter besorgt.
Eine befreundete Familie hatte mich und meinen großen Bruder gebeten, nach der Schule beim Umzug zu helfen.
Was war das Erste, was wir in den 4. Stock trugen?
Das Klavier.
Zum Weltglückstag möchte ich ein Klavier in den Mittelpunkt meines Beitrags stellen. Sowie niemand Geringeren als Ludwig van Beethoven.
Viele denken, Klavierspielen sei schwer und kompliziert, genau wie auch Inklusion schwer und kompliziert ist.
Dabei kann alles so einfach sein.
Manchmal reicht es schon, erstmal zuzuhören.
Glück und Zugehörigkeit entstehen allerdings nicht durch das, was wir hören, sondern vor allem durch das, was wir dabei fühlen.
Beethoven hätte das sicher unterschrieben.
Obwohl er sein eigenes Gehör verlor, macht er immer weiter. Seine berühmte 9. Sinfonie (mit der „Ode an die Freude“) komponierte er fast völlig taub. Um die Vibrationen zu spüren, biss er in ein Holzstück, das mit dem Klavier verbunden war und stellte sich die Töne im Inneren vor.
Seine Werke zeigen, dass wahre Verbindung weit über das bloße Hören hinausgeht. Mit seinem kleinen spielerischen Stück „Für Elise“ gelang es ihm, selbst Einfachheit mit emotionaler Tiefe zu füllen.
Vielleicht erinnern wir uns gerade heute daran: Glück kann so simpel sein.
Wenn wir wirklich „auf Empfang“ schalten.